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1908 bis 1938
1908: Jugendlicher Stil

Theodor Schmuz-Baudiss wird Künstlerischer Leiter und nutzt die Seger-Erfindungen optimal: Die KPM-Porzellane des Jugendstils sind in der Porzellangestaltung stilbildend. 1912 entsteht das Service CERES.

ab 1914: Porzellan für Patrioten

Durch Kriegszeiten bedingt, sollte das Volk auf jeglichen Luxus verzichten und war aufgefordert, Gold für Eisen geben. Auf kaiserlichen Wunsch wurde auf Golddekore verzichtet. Vielmehr rückte das zeitgemäße Motiv, das Eiserne Kreuz in den Mittelpunkt. Die Künstler der KPM üben statt Rosen Eichenlaub zu malen und statt süßer Schäferinnen die Gesichter der Generäle, insbesondere die von Kaiser Wilhelm II. und Paul von Hindenburg.

1918: Staatlich statt Königlich

Offiziell ist die KPM nun ohne König eine Staatliche Porzellan-Manufaktur. Die Marke heißt aber weiterhin KPM.

1929: Klare Formen

Unter der Direktion von Dr. Günther Freiherr von Pechmann, dem Begründer der Neuen Sammlung in München und Vorsitzenden des Deutschen Werkbundes, beginnt ein neuer künstlerischer Abschnitt. Werkbund und Bauhaus beeinflussen die künstlerischen Konzepte. Die Designerin Trude Petri bringt mit ihrem Klassiker URBINO (1931) dem Haus nicht nur kommerziellen Erfolg: 1937 wird der KPM dafür auf der Weltausstellung in Paris der Grand Prix verliehen. Basierend auf der Formensprache der Neuen Sachlichkeit entstehen 1938 die Service ARKADIA und FELDBLUMENRELIEF AUF BORD.